Trainer-C-Kurs 2010/2011


Trainer-C-Kurs 2010/2011 > DOPPELTE ▄BERSCHRIFT 3

2. Wochenende

 

Es bleibt dabei - der Lehrgang findet in der Jugendherberge in Wetzlar statt. Trotz Hochnebel, Temperaturen um die 5┬░C und vollen Parkpl├Ątzen. Der Keller der Herberge ist und bleibt trocken, f├╝r die Praxis geht es ins Europabad!

 

Samstag, 20.11.2010 - erster Tag (Tag 3)

 

Der Tag steht voll unter dem Motto:

"Heute finden Pr├╝fungen statt - die ersten zw├Âlf Kursteilnehmer halten ihre Referate"!

 

Countdown: Noch 45 Minuten (Foyer der Jugendherberge)

 

Diesmal liegt die Nervosit├Ąt ganz bei den Lehrgangsteilnehmern: die Ersten treffen schon sehr fr├╝h ein! Es ist aber noch kein Ausbilder weit und breit zu sehen, deshalb denken die Herbergseltern auch gar nicht daran Schl├╝ssel f├╝r Schulungsr├Ąume oder Zimmer f├╝r die Nacht herauszugeben. Ist aber kein Problem, schnell ist die Sitzecke am Eingang belegt. Ein gro├čer Haufen Taschen voll mit Beamern, Laptops und anderem Pr├Ąsentationsmaterial wirft seine Schatten voraus - auf die angespannten Gesichter der Anwesenden.

 

Countdown: Noch 35 Minuten (Foyer)

 

Jetzt sind schon fast alle Teilnehmer da, und noch immer kein Ausbilder in Sicht der Schl├╝ssel bekommen kann! Wie soll das nur weitergehen, der Berg aus Taschen, Pr├Ąsentationstechnik und Material w├Ąchst immer mehr. Jetzt kommt auch noch Phototechnik hinzu - da ist doch klar ein Stativ zu erkennen?! Nach kurzen Begr├╝├čungen ist fast nur ein Thema zu h├Âren: Bist du heute dran mit pr├Ąsentieren? Welches Thema hast du? Bist du auch so aufgeregt? Wieviele Folien hast du?

 

Countdown: Noch 30 Minuten (Foyer)

 

Der erste Ausbilder trifft ein, bekommt auch relativ schnell Schl├╝ssel f├╝r die Schulungsr├Ąume. "Endlich!" kann man deutlich in den Gesichtern des Technikteams lesen, erste Erleichterung ist dort im Technikteam sp├╝rbar, der Aufbau kann beginnen. Der Rest ist auch dankbar f├╝r die kurze Ablenkung: es dauert keine 2 Minuten und der Berg ist weg, alle Taschen sind wieder in den H├Ąnden der Besitzer. Die Karawane zieht die Treppe hoch in den ersten Schulungsraum - denselben wie letztes Mal.

 

Countdown: Noch 20 Minuten (erster Schulungsraum)

 

Was soll das denn, die Tische stehen ja gar nicht so wie wir es gewohnt sind! Schnell ist der Umbau organisiert und die alte Ordnung wieder hergestellt. Erstaunlich - jeder sitzt wieder genau auf dem Platz wie am letzten Wochenede. Wir sind halt doch Gewohnheitsmenschen, jedes Vertraute, jede noch so klitzekleine Stabilit├Ąt ist im Moment sehr willkommen. Das gro├če Zittern sp├╝rt jeder, selbst wer heute noch nicht dran ist sieht sich selbst vorne stehen┬ů oder liegt es doch daran, dass der Raum gut gel├╝ftet und schlecht beheizt ist?

 

Countdown: Noch 15 Minuten (erster Schulungsraum)

 

Der Beamer steht, l├Ąuft aber noch nicht richtig. Das Bild steht auf dem Kopf - klar, der hing ja bis eben noch anders herum an der Decke in der Karaoke-Bar! Die ersten Versuche bringen eine klare ├änderung - das Bild ist jetzt spiegelverkehrt und auf dem Kopf. Ist ja auch nicht so einfach die Men├╝punkte zu lesen.

Wo ist denn nur der Schl├╝ssel f├╝r den zweiten Schulungsraum? Ach so, hier geht ja alles mit Chip und der den wir haben ├Âffnet beide R├Ąume! Achtung Technikteam: schnell r├╝ber und den Raum auch fertig machen!

 

Countdown: Noch 10 Minuten (erster Schulungsraum)

 

Jetzt hei├čt es den Beamer in den Griff zu bekommen. Praktisch wie wir sind legen wir das Ding auf den Kopf und siehe da - die Men├╝s sind (obwohl spiegelverkehrt) viel einfacher lesbar! Noch schnell ein paar Klicks hier und da, den Beamer wieder richtig herum hingestellt und das Bild ist so wie es ein soll. Jetzt kann es los gehen. Aber Erleichterung sieht anders aus, denn gleich wird es ernst mit den ersten Pr├╝fungen.

 

Countdown: Zeitgleich noch 10 Minuten (zweiter Schulungsraum)

 

Ach du liebe G├╝te, der Raum ist ja viel kleiner als der andere Raum! Keine Tische oder St├╝hle sind gestellt, nur ein paar gestapelte Hocker - und ein Klavier. Na egal, wir werden schon das Beste daraus machen. Der erste Referent ergreift auch sofort selbst die Initiative und h├Ąngt riesige Dekotabellen an die Pr├Ąsentationsfl├Ąche. Er braucht keinen Beamer, hier kann die Technik warten. Schnell noch das Flipchart aufgestellt, die drei Tischlein sortiert und ein paar Hocker drum drapiert - fertig. Schnell alle r├╝ber, gleich ist es soweit!

 

Countdown: 0 Minuten  - es geht los!

 

Kurzes durchz├Ąhlen, es sind alle da. P├╝nktlich um 9:00 beginnt die Veranstaltung, Holger Feldmann darf die Begr├╝├čungsworte sprechen. Wir erfahren, wie die beiden Tage ablaufen werden. Eigentlich interessiert uns aber im Moment nur der Vormittag┬ů gut dass er es kurz macht, denn etwa die H├Ąlfte der Leute ist nur k├Ârperlich anwesend und in Gedanken bei der eigenen Pr├Ąsentation.

 

Trommeln geh├Ârt nicht mehr zum Handwerk

 

Etwas fehlt. St├Ârt uns aber nicht weiter. Zum Gl├╝ck m├╝ssen wir gleich nicht dasselbe durchmachen wie die Ausbilder letztes Wochenende - keine Trommler nebenan, es herrscht eine himmlische Ruhe! Auch der Spielmannszug ist woanders hin gezogen, liefert keine Ausrede. Dann soll es wohl so sein, die Pr├╝fungen k├Ânnen beginnen!

 

Ach macht doch was ihr wollt!

 

Holger meint es gut mit uns, m├Âchte es uns einfach machen und verteilt ganz pragmatisch die Referenten anhand der Sitzordnung. Kurze, klare, mit deutlicher Gestik unterstrichene Anweisung: Ihr sechs links von mir geht in den Raum nebenan, die anderen bleiben hier! Einwand eines Referenten: aber ich brauche doch den Beamer und das Whiteboard hier, das geht so nicht! Kein Problem, Ausbilder sind ja flexibel. Also Kommando zur├╝ck und kehrtwende Marsch: Ihr rechts von mir r├╝ber in den anderen Raum, die andern bleiben hier! N├Ąchster Einwand: ├Ąh, ich habe aber meine Sachen schon dr├╝ben h├Ąngen┬ů

Holger (mit viel Humor in der Stimme und entsprechender Gestik): "Ach macht doch was ihr wollt!" Jede Menge Gel├Ąchter, das l├Âst wieder einmal viel von der Anspannung. Keine Minute sp├Ąter sind sechs Referenten dr├╝ben, ein paar Ausbilder noch dazu - und schon ist der Raum voll. Der Rest bleibt im gro├čen Schulungsraum.

 

Neues Gesetz: Umgebungsdruck = (sechs mal Rauminnendruck) hoch zwei

 

Sechs mal gab es Druck von den Ausbildern auf die teilweise sehr nerv├Âsen Referenten - parallel in zwei R├Ąumen. Besonders schwer haben es diejenigen, die selten oder gar noch nie pr├Ąsentiert haben. Fair geht es schon zu, wie immer in solchen Situationen stellen die Kursteilnehmer keine Fragen, um den "armen" Referenten nur nicht in die Kritik zu bringen! So wird nat├╝rlich nichts aus dem Lernziel vor einer Gruppe zu agieren. Es bleibt also den Ausbildern vorbehalten die reale Situation abzubilden, den Buhmann zu spielen und ein paar richtig schwere, kritische Fragen zum Inhalt der Pr├Ąsentation zu stellen. Das Feedback zur Pr├Ąsentationstechnik gibt es erst sp├Ąter nach einer geheimen Beratung der Ausbilder, wenn alle durch sind.

 

Abtauchen mit Maulwurfs-Dekotabelle im Aquarium plus Video

 

Der Medieneinsatz der Kursteilnehmer ist beeindruckend: Powerpointfolien, Whiteboard und Flipchart werden gut genutzt, doch die Akzente setzen selbst gedrehte Videos zum richtigen und falschen Abtauchen, ein echtes Aquarium mit echtem Wasser und echtem Taucher (Quatsch, kleiner Action-Taucherfigur), Ausdrucke von Dekotabellen im Mega-Jumbo Format. Die k├Ânnten selbst in der letzten Reihe von einem Maulwurf noch wirklich gut gelesen werden. Schlie├člich wollen ja alle bestehen, da wurden f├╝r die maximal 15 Minuten Pr├Ąsentation in der Vorbereitung keine Kosten und M├╝hen gescheut. Gewinner sind ganz sicher auch die zuk├╝nftigen Tauchsch├╝ler, denn dieses Material wird garantiert wieder verwendet!

 

Die Entscheidung beim Casting mit Heidi und Dieter

 

Emil Claas und Kerstin Schoppmeier sind Jury1, Petra S├Ąnger und Frank Schoppmeier Jury2. Die Entscheidungen werden verk├╝ndet, ganz im Stil der Casting-Shows: "Ihr sechs kommt jetzt bitte zu uns!". Zum Gl├╝ck nicht ganz so dramatisch inszeniert und ohne Publikum. Und auch nicht so brutal streng, aber mit fast den gleichen Konsequenzen. Nicht alle haben es geschafft gleich beim ersten Mal "den ersten Tauchgang" komplett mit allen Schikanen zu meistern und "das Pr├Ąsentationsbrevet" zu bekommen. Zum Gl├╝ck fliegt hier deswegen noch keiner raus, jeder hat ein paar Chancen zur Wiederholung. Kopf hoch, Praxis├╝bung /-erfahrung ist im Tauchsport halt alles, durch nichts zu ersetzen. Das wei├č schlie├člich jeder von uns ganz genau. Und an die Aufregung beim ersten Mal kann sich bestimmt auch jeder noch erinnern ;)

 

Der Drill im Bootcamp geht weiter

 

Die Ausbildung im Trainingslager dazu geht weiter. Der "n├Ąchste Tauchgang" wird ganz bestimmt besser werden als der Erste - bestimmt genauso aufregend, aber vielleicht auch sch├Âner, denn es ist nicht mehr alles ganz so neu! Und die Buddy┬ĺs fiebern auch alle mit. Au├čerdem haben elf andere Kursteilnehmer ja noch nicht einmal den ersten Versuch hinter sich, sind erst am n├Ąchsten Wochenende dran und zittern jetzt bestimmt noch mehr.

 

Beginner: Von Anfang an keine Anf├Ąnger

 

Ein wichtiges Feedback von den Ausbildern im Rahmen der Entscheidungen: "Studien belegen: Nennt eure zuk├╝nftigen Grundkursteilnehmer nicht immer ┬éAnf├Ąnger┬ĺ, besser ┬éBeginner┬ĺ ". Von Beginn an, setzt das idealerweise auch gleich bei euren Pr├Ąsentationen und im Schwimmbad um, wenn ihr die Gruppe hier im Kurs ansprecht. Auch wenn das ein Anglizismus ist, es kommt besser an. Es d├╝rfen aber auch gerne schon mal zur Abwechslung "fortgeschrittene Anf├Ąnger" sein, wenn ├ťbungen sitzen!

 

Alzheimer oder retrograde Amnesie: gab es eigentlich Mittagessen?

 

Ja, direkt nach der Entscheidung stand Mittagessen auf dem Programm. Dem einen oder anderen geht es wie nach einem Unfall - die Minuten davor und danach fehlen irgendwie. Gab es eigentlich eine Mittagspause? Wenn ja, was gab es denn eigentlich zu essen? Zur Beruhigung: Meist kehrt die Erinnerung zur├╝ck, dieser traumatische Ged├Ąchtnisverlust h├Ąlt nicht lange an. In der Kantine wurde auch niemand als vermisst gemeldet, zu essen gab es "Leberk├Ąse und Kasseler mit Kartoffelp├╝ree und Gem├╝se". Na, d├Ąmmert es? Die Geschmackserinnerung wird nicht viel bringen - nicht schlecht, aber eben "nur" guter Jugendherbergsstandard.

 

Direkt danach: Fit2Dive (oder: welcher Mann gibt schon gerne zu, dass er ersch├Âpft ist)

 

Ges├Ąttigt und mit vollem Magen geht es weiter mit Fit2Dive. Aber nur in der Theorie, die uns Carsten Schneider anschaulich erkl├Ąrt. Ins Wasser geht es f├╝r den Test erst an einem der n├Ąchsten Wochenenden. Wir lernen, dass es f├╝r die Auswertung wichtig ist sich selbst nicht zu betr├╝gen, auszusteigen wenn wir die Zeiten nicht mehr schaffen und den echten Grad der Anstrengung anzugeben. Zur Sicherheit sind aber auch ein paar Helfer unter Wasser, die ganz dezent "Schummler" zur Seite nehmen - denn im Rundkurs ist bei einem Stau die ganze Anstrengung umsonst gewesen.

 

Der Tecki im Kirmes-Coaster

 

Ach ja, der Test ber├╝cksichtigt die Ausr├╝stung, die Auswertung hilft Material und Stil zu verbessern. Deshalb sollte Fit2Dive auch mit eigener Ausr├╝stung erfolgen, genau so wie diese auch beim realen Tauchgang verwendet wird. Und f├╝r diejenigen, die jetzt den Tecki mit Vollgesichtsmaske, Doppel-Zwanziger auf dem R├╝cken und drei Stage-Flaschen um sich herum mit Achterbahn- Geschwindigkeit im Kreis herumpaddelnd vor Augen haben: Der Test ist nicht f├╝r Trocki- und Tecki Ausr├╝stung gedacht┬ů

 

Zeit f├╝r werbefrei gefaltete Werbung:

Schokoladengebirge, umgeben von einer individuellen H├╝lle aus buntem Papier

 

Der erste Wochenbericht war noch werbefrei, aber jetzt ist Schluss damit: es wird wirklich Zeit die Leistung ├Âffentlich zu machen und zu verk├╝nden: Werbung in eigener Sache kommt gut bei Ausbildern, Referenten und Kursteilnehmern an!

Elke hatte am ersten und diesem Wochenende f├╝r jeden Ausbilder und neuen Referenten ein Andenken als Geschenk dabei: einen Riegel der legend├Ąren, dreieckigen, Schweizer Schokolade mit Honig und Nougat im Gebirgsformat, bei der jeder Berg einzeln abgebrochen und verzehrt werden kann. Die Umh├╝llung hat Sie aufschiebbar neu gebastelt, liebevoll individuell sch├Ân und einzigartig gestaltet. Und das im Stil des Original, die drei Seiten sind mit Namen, Foto, Funktion und Kurs bedruckt - ein tolles Dankesch├Ân und Andenken! Wir alle waren ganz neidisch auf diese sch├Âne Verpackung.

 

Noch mehr Zeit f├╝r werbefreie aufgeklebte Werbung:
Kleine, quadratische, praktische, gute Mini-Sport-Trainer-C Schokoladen

 

Doch damit nicht genug, dieses Wochenende hatte sie zus├Ątzlich auch noch f├╝r uns etwas dabei: kleine, quadratische, praktische, gute Mini-Schokoladen mit "unseren" eigenen, "Sport HTSV Trainer-C" Aufklebern drauf! So schnell haben wahrscheinlich noch nie alle zugegriffen. Und das erstaunliche: ganz viele M├Ąnner haben dieses Geschenk sorgf├Ąltig und vorsichtig ausgepackt. Liebe Elke, vielen Dank daf├╝r - und gerne weiter so :-) !

 

Hoffentlich f├Ąllt keiner durch das Stundenraster

 

Den Rest des Tages gestalten Holger Feldmann und Frank Schoppmeier f├╝r uns: Die Vorbereitungen auf die Praxis k├Ânnen beginnen. Wir lernen eine Trainingsstunde im Stundenraster zu planen um diese dann zu verwerfen wenn das Training anders l├Ąuft als geplant. Also nicht anders abl├Ąuft als geplant, sondern weil etwas unvorhergesehenes dazwischen kommt. Soll ja schon mal vorkommen. Ist aber nicht weiter tragisch, denn der Plan ist nur ein Plan und da muss man sich nicht sklavisch dran halten. Gilt auch f├╝r uns in der praktischen Pr├╝fung - niemand f├Ąllt durch wenn der Plan ge├Ąndert werden muss, hauptsache wir machen sonst alles richtig und halten die Zeiten ein! Sehr beruhigend┬ů

 

Praktische trockene ABC Praxis als Praxis├╝bungen f├╝r die nasse Praxis

 

In kleinen Gruppen ├╝ben wir das Planen: Aufgabe ist es, ein Stundenraster aus vorgegebenen, unsortierten ├ťbungen in eine sinnvolle Reihenfolge f├╝r ein ABC-Training in Form eines Stundenrasters zu bringen. In den Gruppen gibt es rege Diskussionen um die sinnvolle Reihenfolge der ├ťbungen. Jede Gruppe hat sich am Ende f├╝r eine Reihenfolge entschieden - um dann zu lernen, dass es nicht "die eine", sondern viele verschiedene sinnvolle Reihenfolgen gibt. Na bravo, h├Ątten wir uns aber auch denken k├Ânnen - wie sollte es bei einem Plan auch anders sein.

 

Traue keinem Plan den du nicht selbst verworfen hast

 

Die zweite Gruppenarbeit verl├Ąuft trotz der eben erlangten Erkenntnis nicht weniger heftig umstritten ab: Planung einer DTG-├ťbungsstunde. Es ist aber auch wirklich schwer zu entscheiden ob erst die Maske ausgeblasen werden muss oder doch lieber das raus- und reinnehmen des Lungenautomat ge├╝bt werden sollte. Pustet sich der arme Sch├╝ler beim ersten Maske ausblasen eher den Lungenautomaten raus oder l├Ąuft ihm aus Versehen genau dann Wasser in die Maske wenn er seinen Atemregler freiwillig aus dem Mund genommen hat? Wir lernen wieder: ist im Prinzip egal, h├Ąngt vom Tauchsch├╝ler ab. Und unserer Einsch├Ątzung der Situation. Und wenn wir es andersherum geplant haben und unter Wasser merken es w├Ąre doch besser die Reihenfolge zu tauschen, na ja, dann ├Ąndern wir halt den Plan!

 

Der wirklich festgelegte Plan f├╝r Sonntag und unsere Pr├╝fungs-Trainingstunden

 

Zum Abschluss des Tages erl├Ąutern uns die beiden Ausbilder den Plan f├╝r unsere Pr├╝fungsstunde. Also die ├ťbungen, die wir am Kursende mit unseren Tauchsch├╝lern absolvieren m├╝ssen, dabei beobachtet und gepr├╝ft werden. Die Reihenfolge ist vorgegeben (oder wie wir jetzt besser wissen: geplant). Der Plan f├╝r Sonntag sieht vor, die festgelegten (also nicht geplanten - oder doch??) ├ťbungen in der geplanten Reihenfolge zu ├╝ben, erst alle zusammen mit Ausbildern als Vorturner, dann individuell in kleinen Gruppen. Mal sehen was von dem Plan morgen im Wasser noch ├╝brig ist!

 

Auftauchen mit dem Flupp frischer Panik

 

Einen ganz wichtigen Rat hat Holger dann auch noch f├╝r uns, falls unsere Tauchsch├╝ler pl├Âtzlich mal die Sehnsucht nach etwas anderem packt und sie kurzfristig das Weite suchen: ┬äUnd wenn einer unbedingt im Schwimmbad auftauchen will, dann ┬äFlupp┬ô, lasst ihn und haltet ihn nicht auf! Da muss der Assistent hinterher.┬ô Er greift dabei spielerisch in die Luft nach der imagin├Ąren Flosse und l├Ąsst den armen Kerl da oben zappelt. Einige Lachen, aber dieser Rat ist sehr ernst gemeint. Festhalten bedeutet sofortiges Pr├╝fungsende - durchgefallen. Beides kommt f├╝r uns also nicht in Frage!

 

Der Plan sieht keine feste ├ťbernachtung f├╝r alle in der Herberge vor, also f├Ąhrt ein Teil heim. Doch:

 

10 kleine Taucherlein die wollen gar nicht geh┬ĺn

am Sonntag geht es weiter hier - woll'n hoffen es bleiben zehn!

 

Sonntag, 22.11.2010 - zweiter Tag (Tag 4)

 

9:01 - da fehlt doch ein Taucherlein!

 

Es hat ja so kommen m├╝ssen, wenn man schon mit dem bekannten Kinderlied den Abend beschlie├čt. Als guter Gruppenf├╝hrer zeigt unser Ausbilder wie es geht: P├╝nktlich um 9:00 geht es los, st├Ąndig die Gruppe im Blick. Sofort f├Ąllt auf: 23 sollen es sein, 22 sind es nur. Was tun - kurz umblicken und dann oben wieder treffen? Aber wir sind doch schon oben im Schulungsraum┬ů Also Mann ├╝ber Bord, wenden und Suche einleiten? Nein, auch nicht. So ruhig kann kein Schiff im Wasser liegen, nichts schwankt. Dann die Freude (9:02): die Hintert├╝r (zur Terrasse) geht auf und alle sind wieder da.

 

Die verlorene Nacht der bl├Âden Taucher

 

Wir lernen am morgen, dass die 10 Taucherlein beim Kicker-Spielen und Billard entspannten und Kontakte zu den anderen Bewohnern pflegten. Der Spielmannszug der Feuerwehr probte im Keller ┬äStille Nacht┬ô, passt zwar irgendwie, war aber nicht der Bringer. Die Trommler vom letzten Mal waren mir lieber, meint einer. ┬äTrommeln kann ich nicht, aber ich kann dir einen blasen. ├ähm naja, also Blasinstrument spielen!┬ô Der angesprochene lehnt kopfsch├╝ttelnd ab.

Mit der anwesenden Jugend klappte es auch nicht viel besser. Unser Pool-shark-team verliert souver├Ąn gegen 15-J├Ąhrige und zahlt 2 Euro.

┬äMacht Tauchen bl├Âd? Oder mu├č man bl├Âd sein, um zu tauchen?┬ô - solche und ├Ąhnliche Diskussionen gab es ├Âfter an dem Abend. Nachts krakeelen dann auch noch ein paar Teenager auf dem Flur, ob es dieselben sind die noch immer ihren Siegesrausch ausleben bleibt ungekl├Ąrt. Der Tag gestern war ja auch wieder ordentlich stressig, wer m├╝de ist schl├Ąft trotzdem. Jetzt sind alle wach und warten auf juristischen Beistand.

 

Ohne meinen Anwalt sage ich nichts mehr

 

Wir erfahren, dass der Plan ge├Ąndert ist, wir nur bis 12:00 Recht und Gesetz vermittelt bekommen. Danach sagt unser Ausbilder (Anmerkung der Redaktion: Name ist bekannt) lieber nichts mehr und l├Ąsst den Anwalt sprechen. Sch├Ân f├╝r uns, eine halbe Stunde k├╝rzer trockene Ausbildung, so bleibt doch noch Zeit f├╝r ein schnelles Mittagessen in der Herberge bevor es am Nachmittag ins nasse Wasser geht. Schlecht f├╝r unseren Referenten, den Rechtsanwalt und Mediator Malte J├Ârg Uffeln. Sein Plan sieht 12:30 vor, was eh┬ĺ schon verk├╝rzt und knapp ist. Da ist jetzt juristisches Geschick gefragt: nur das zu sagen, was gefragt ist, keine unn├Âtigen Dinge preiszugeben und ggf. zu schweigen!

 

Falschparker - zum Gl├╝ck ist ein Anwalt da

 

Anw├Ąlte sind ja Kummer gew├Âhnt, erst recht wenn sie auch noch Mediator sind. Kaum ist dies allen klar gemacht, ert├Ânt ein Gong im Raum und die ├Ąrgerliche Stimme der Herbergmutter ert├Ânt klar und deutlich verst├Ąndlich f├╝r jeden aus dem Lautsprecher: Der Falschparker auf dem Mitarbeiterparklatz wird unmissverst├Ąndlich und ultimativ aufgefordert sein Fahrzeug woanders zu parken! Zur Sicherheit wird auch das Kennzeichen ├Âffentlich verk├╝ndet. Alle Blicke gehen im Raum umher, auch zum Anwalt. Diesmal ist es aber keiner von uns, nochmal gut gegangen.

 

Schnelles Aufrei├čen von Klettverschl├╝ssen gef├Ąhrdet ihre Gesundheit

 

Kaum geht es weiter, kommt die n├Ąchste Unterbrechung: ein lautes Ger├Ąusch hinter dem R├╝cken von Malte! H├Ârt sich irgendwie an wie ein Niesen unseres Ausbilders, ist aber nur der schnell aufgerissene Klettverschluss seiner Tasche - er will ja nicht st├Âren. Wir alle k├Ânnen es sehen, Malte nicht. Gesundheit gew├╝nscht, die Lacher sind auf seiner Seite. Aber er ist ja Kummer gew├Âhnt (s.o.) und macht unbeirrt weiter - ein echter Profi!

 

Eltern haften nicht f├╝r ihre Kinder

 

So haben wir Jura nicht erwartet. Malte ist ein klasse Pr├Ąsentierer und Redner, bringt uns das wichtigste zum Thema "Aufsichtspflicht und Haftung" sehr humorvoll und doch wirkungsvoll einpr├Ągsam bei - ein echter Genuss. Wir lernen: als ├ťbungsleiter stehen wir permanent mit einem Bein im Gef├Ąngnis, egal was wir machen. Denn nicht mehr die Eltern haften wegen der Aufsichtspflicht (also nicht mehr f├╝r sie geltenden), sondern, wie im BGB geregelt - was ein wichtiger Unterschied ist, denn dort ist nur die Haftung geregelt, nicht die Art und Weise der Erf├╝llung - aber schwammig beschrieben, deshalb gerne durch eine Formel des BGH verst├Ąndlicher formuliert - mehr auf Vernunft von Eltern und Anforderungen setzen und den gesunden Menschenverstand ber├╝cksichtigen und das Alter und die Reife betrachten - herangezogen werden kann, wegen der von uns durch Gesetz oder Vertrag oder durch faktisches Handlen entstandenden Aufsichtspflicht, wir. Alles klar? Wenn nicht, das ist (so oder ├Ąhnlich) nachzulesen in §832 BGB "Haftung des Aufsichtspflichtigen" und in der Formel des Bundesgerichtshofes (BGH) NJW 1980, 1044.

 

Bitte bringt eure Eltern p├╝nktlich

 

Ein Beispiel f├╝r die perfekte Rhetorik aus dem Zusammenhang "wann entsteht die Aufsichtspflicht?": Na klar, sobald die Kinder bei uns im Training sind. Eben nicht. Sobald sie vor uns stehen, selbst wenn das 30 Minuten vor Trainingsbeginn ist und wir noch ganz andere Dinge zu tun haben. Also: Erziehung ist angesagt - p├╝nktliches erscheinen. Tipp von Malte: "Macht klare Ansagen: Bitte bringt eure Eltern p├╝nktlich!" Diese Lacher hatte er wieder sicher, jeder wusste was gemeint war. Bei Malte konnte man nie sicher sein ob diese Versprecher inszeniert oder echt waren - einfach klasse!

 

Von Jedi┬ĺs und Rittern

 

Zwei ├ťbungen (Diskussionsrunden) in kleineren Gruppen runden den Vormittag und das Thema ab, es ist nicht nur Konsum sondern auch Bewegung in der Sache. Am Ende bekommen wir sogar noch eine kleine Entwarnung und Empfehlungen. Wir sind versichert, solange wir keinen groben Unfug machen. Am besten sollen wir so handeln wie wir meinen es jedermann in unserer Situation tun w├╝rde. Klingt ein wenig nach Faustrecht im Mittelalter, ist aber anders gemeint. H├Ârt sich bei genauerem nachdenken dann doch ganz gut an, so richtig beruhigend ist es aber nicht, ein klares Kochrezept aus schwarz und wei├č w├Ąre uns lieber gewesen.

 

D├ęj├á-vu beim Mittagessen

 

Gulasch in zwei Sorten, getrennt, von Rind und Schwein? Gab es doch letzten Sonntag auch schon! Sieht aber lecker aus, scheint frisch zu sein. Schmeckt auch gut. Die Kantine ist voll, eine Schulklasse und ein Gesangsverein der Feuerwehr sind zur selben Zeit zum Essen hier. Die K├╝chencrew reagiert schnell und ├Âffnet den Nebenraum - schon ist Platz f├╝r alle da!

 

Im Gro├čen: Konvoi

 

Als h├Ątte es einen Startschuss gegeben setzt sich der Konvoi der Taucher in Bewegung, packt alles zusammen und f├Ąhrt fast geschlossen zum Schwimmbad. Dumm gelaufen - denn obwohl wir wissen dass sich erst um 13:00 die T├╝ren f├╝r uns ├Âffnen entsteht durch uns gegen 12:40 ein kleiner Stau auf dem Parkplatz am Schwimmbad. Schnell wird klar: Wasser zieht uns magisch an, da nehmen wir sogar die Au├čentemperatur von 4┬░C in Kauf!

 

Im Kleinen: Ameisenkolonne, 1. Teil

 

Wer Taucher kennt, wei├č was eine Taucherkiste ist. Die ist meistens ziemlich gro├č, oben offen, ziemlich voll, quillt ├╝ber und ist schwer. Jeder hat davon mindestens eine f├╝r sich im Auto. Dazu noch eine Pressluftflasche und Blei. Eine Tasche mit Schwimmsachen. Und die Verpflegung (Kuchen, Naschsachen und Getr├Ąnke) f├╝r alle - Auftrag an uns Kursteilnehmer ist ja, die Ausbilder bei guter Laune zu halten!

Und so entsteht ein dynamischer Fluss von frierenden Menschen - in die eine Richtung voll bepackt, in die andere zwar zielgerichtet, aber doch irgendwie den anderen ausweichend sich im zick-zack bewegend. Um 12:45 ist der Spuk vorbei, vor dem Seiteneingang sieht es zwar voll, aber trotzdem ├╝berraschend ordentlich aus. Obwohl es dazu keine Anweisungen gab. Immer sch├Ân Kiste, Flasche, Blei, Tasche, Kiste, Flasche, Blei, Tasche,┬ů nennt man wohl "selbst organisierendes Chaos". Schlie├člich will auch jeder seine Sachen gleich schnell ins Warme bringen k├Ânnen und damit dann noch unter Wasser gehen!

 

Vergesst was im Plan steht!

 

Die Ausbilder nutzen die Zeit und stellen uns die Gruppeneinteilungen und Stationen im Schwimmbad noch einmal vor. Jede Gruppe bekommt ihr eingeschwei├čtes, individuelles Blatt - darf gerne Nass werden! Toll organisiert, beste Voraussetzungen die Ausbilder drinnen mit so wenig wie m├Âglich organisatorischen Fragen nerven zu m├╝ssen. Soweit ist alles klar. Die Gruppen sammeln sich, besprechen sich. Doch was ist das? Der Plan sieht ja ganz andere ├ťbungen vor als gestern und heute gebrieft! Schnelle Aufkl├Ąrung der Ausbilder: keine Panik, vergesst den Plan (was auch sonst, haben wir ja gestern gelernt dass das OK ist)! Der Zettel dient nur zur Zeit- und Gruppeneinteilung, die DTG-Praxis├╝bungen bleiben wie besprochen.

 

Ameisenkolonne, 2. Teil

 

P├╝nktlich um 13:00 geht die Seitent├╝r auf, wir d├╝rfen rein. ├ähnliches Bild wie eben, nur enger, denn die ├ľffnung ist eine normale T├╝r und keine Stra├če. Es klappt erstaunlich schnell, ohne Un- und Ausf├Ąlle. Selbst der Wassereimer, der die T├╝r offen h├Ąlt, hat vorher und nachher denselben Inhalt. Drinnen geht es aber nicht in die Schwimmhalle, sondern nur in den Gang davor - hier kommt niemand mit (Stra├čen)schuhen durch!

 

Ameisenkolonne, 3. Teil

 

Sobald alles drin ist: T├╝r zu, umziehen und das ganze Spiel noch einmal hinein in die Schwimmhalle. Gut dass vorher die Zonen im Schwimmbad klar besprochen und verteilt wurden: hierhin Tauchequipment Ausbilder, dort Tauchequipment Teilnehmer, hierhin Pausenequipment, Taschen usw. der Ausbilder, dort die Sachen der Kursteilnehmer. Die dritten Zonen bleiben leer, allen wird bewusst: das war nur die erste, kleine Generalprobe. Die echte logistische Herausforderung entsteht, wenn sich die Meute locker verdreifacht, denn an den Pr├╝fungstagen hat jeder Kursteilnehmer noch seine beiden Sch├╝ler (mit Equipment) dabei und es sind noch mehr Pr├╝fer (auch mit Equipment) da!

 

Station 0: Ihr m├╝sst ein Lehrvideo sein

 

Duschen, rein in die Tauchklamotten und in zwei Gruppen verteilt hinsetzen: 1+3 hierhin, 2+4 dort hin. Die Luft ist zwar warm, doch wir wissen: das Wasser ist ziemlich kalt. Und 5 Stunden im Wasser sind ziemlich lang. OK, wir sind vorgewarnt. Von 3mm Shorty bis 7mm Halbtrocken ist alles vertreten.

Bis eben war Spa├č, jetzt ist schnell Schluss damit: Die Einleitung "Ihr m├╝sst ein Lehrvideo sein!" verspricht nichts gutes: Pr├╝fungsdruck, also gut aufpassen! Die Ausbilder (Holger/Frank und Andreas/Carsten) zeigen uns allen ganz genau wie es geht. Sowohl das Briefing ├╝ber Wasser, als auch unter Wasser. Ganz wichtig und f├╝r viele neu ist die Rollenaufteilung Leiter/Assistent. Wir bekommen ziemlich viele Tipps, die wir uns idealerweise alle merken und umsetzen. Denn gleich sind wir dran es zu ├╝ben - bis zur Pr├╝fung muss alles klappen, und zwar beide Rollen!

Nach 45 Minuten ist die "Vorf├╝hrung" vorbei, alle sind wieder aus dem Wasser  - beeindruckend wie deutlich Zeichen gegeben werden k├Ânnen! Ab jetzt geht es in vier kleinen Gruppen an vier Stationen im Wechsel weiter. Gut geplant: die Reihenfolge der Stationen ist tauchen, schwimmen, tauchen, schwimmen - so m├╝ssten alle gut mit der Wassertemperatur und den wechselnden k├Ârperlichen Belastungen zurecht kommen.

 

Station 1: Tauchen mit Holger und Frank - sch├Ân w├Ąr┬ĺs

 

Hier hei├čt es f├╝r zwei von uns: ins kalte Wasser springen, alles eben gesehen und geh├Ârte umzusetzen und eine Ausbildungsstunde in Lehrvideoqualit├Ąt abzuliefern, gerne auch in HD! Wie war das noch? Begr├╝├čung, Gesundheitskl├Ąrung, Plan vorstellen - und schon der erste R├╝ffel: wie wollen wir denn bitte sch├Ân den Plan sicherstellen, wenn wir keine Uhren dabei haben! So geht das nicht, in der Pr├╝fung w├Ąre hier schon Schluss. F├Ąngt ja gut an. Dann gleich ein Lob vom anderen Ausbilder. Ach so, sieht nach Good Guy - Bad Guy aus.

Soll uns recht sein, beides bringt uns voran, nur aus unseren Fehlern k├Ânnen wir lernen. Diese m├╝ssen aber auch angesprochen werden! Zudem hilft es ungemein, die Sache (auch das Briefing) ernst zu nehmen. Und dann merken wir, wie gut dieses Vorgehen ist: Rollenspiele sind nicht immer einfach. Jeder in der Gruppe sp├╝rt sofort: Spa├č ist OK, muss sein, aber wir sind nicht nur zum Spielen hier. Schnell wirkt das Briefing und der Rest der Aktivit├Ąten echt, keine Spur mehr von Planspiel!

Unter Wasser werden wir genau beobachtet, bei groben Fehlern greifen die Ausbilder gleich ein. Auch das hilft, gibt uns Sicherheit - wir erkennen sehr genau worauf es ankommt! Etwa nach der H├Ąlfte der Zeit ist Rollentausch von Trainer und Assi angesagt. So kommen bei einem Tauchgang zwei von uns dazu einmal Beides aktiv durchzuspielen. Am Ende gibt es oben ein Debriefing mit vielen qualifizierten Anmerkungen. Dass Holger und Frank Erfahrung als Trainerausbilder haben merkt man sofort. Auch der Ton ist wieder "wie immer"!

 

Station 2: Stilkunde mit Anke - hier gibt es was zu verbessern (leider bei uns┬ů)

 

Jetzt lernen wir Flossenschwimmen mit ABC. Kann doch jeder von uns, wozu soll das denn gut sein? Anke hat ganz viele ├ťbungen f├╝r uns, zu jeder Phase, f├╝r Arme und Beine. Wir schwimmen und paddeln so gut wir k├Ânnen, so bleiben wir auch einigerma├čen warm. Doch Anke schaut genau hin, erkennt Fehler und gibt uns wertvolle Tipps zu unserer eigenen Technik. Zeigt uns ├ťbungen, wie wir schlechte Angewohnheiten bei uns und unseren Sch├╝lern "wegtrainieren" k├Ânnen. Man hat die Ahnung, selbst Kleinigkeiten fallen ihr auf!

Wir lernen sogar, falsch herum zu schwimmen: Flossen in Schwimmrichtung, auf dem R├╝cken liegend. Dann das gleiche auf dem Bauch - zum Gl├╝ck mit Schnorchel. Sorgt f├╝r eine gute K├Ârperspannung und Schwimmlage sagt Anke, strengt ganz sch├Ân an sagen wir. Auf Wunsch zeigt sie uns sogar noch die Rollwende. Zum Schluss wollen wir gar nicht raus, mehr von ihrem Wissen profitieren, aber die Zeit ist um.

 

Station 3: Tauchen mit Andreas und Carsten - doppelt ge├╝bt h├Ąlt besser

 

Hier geht es zu wie an Station 1, nur die Anforderungen sind h├Âher an die beiden anderen Kursteilnehmer: schlie├člich haben sie es jetzt schon zweimal gesehen und geh├Ârt! Doppelt ge├╝bt h├Ąlt besser. Und man sieht auch mal, wie die anderen das machen. Schlie├člich sollen wir ja in Zukunft unseren Tauch-Anf├Ąngern ┬äVormachen┬ô und ┬äErkl├Ąren┬ô. Auch jetzt gibt es wieder viel Lob und wichtige Kritik, langsam wird es aber kalt nach dem Tauchgang.

 

Die hei├čen Duschen sind sehr begehrt, auch der Weg zum Kuchen und Naschkram ist kurz. Schliesslich m├╝ssen zwischendurch im Vorbeigehen ein paar ┬äKohlehydrate┬ô eingeworfen werden.

 

Station 4: ABC ├ťbungsstunde mit Kerstin - so klappt┬ĺs im Training auch mit dem Nachbarn

 

Viele Beispiele f├╝r ein Vereinstraining hat Kerstin mitgebracht. Auf korrekte Ausf├╝hrung der ├ťbungen wird hier Wert gelegt, nicht auf Masse, sondern Klasse. Ein paar neue Anregungen sind auch dabei, so das Abtauchen mit Schwimmbrett. Wer hier gedacht hat er kennt schon alles, macht alles richtig, lernt schnell: da gibt es doch noch etwas an mir, dass ich vielleicht besser (vor)machen kann! Kerstin sieht┬ĺs und hilft. Auch hier wieder das gleiche Bild: man, was haben wir f├╝r hochqualifizierte Ausbilder! Spa├č machen auch die Schnorchel- und Tauch├╝bungen zu zweit und dritt, hier haben wir noch einmal Gelegenheit uns selbst intensiv zu beobachten. Kommt im Vereinstraining leider oft zu kurz, macht aber einige ├ťbungseinheiten deutlich sicherer - das merken wir sehr schnell in dem Riesenbecken.

 

Ameisenkolonne, 4. Teil

 

17:45, die Wasserzeit ist vorbei. Jetzt geht alles sehr schnell, alle wollen unter die hei├če Dusche und heim. Raus aus den Tauchklamotten, Ausr├╝stung abbauen, Ger├Âdel zusammenpacken, in den Flur stellen. Dauert keine 10 Minuten. Andreas h├Ąlt die Verabschiedung kurz, die lange Version des Feedbacks gibt es am n├Ąchsten Wochenende. So h├Ąlt er auch den Zeitplan ein: 17:59 ist die Halle aufger├Ąumt, der Letzte verschwindet im Duschraum. Der Bademeister ist froh und kann mit der Bads├Ąuberung beginnen.

 

Wilde Horde, 5. Teil

 

Kurz nach 18:00, der Flur leert sich immer mehr, der Parkplatz auch. Gegen 18:15 ist alles wegger├Ąumt. Sieht etwas unkoordinierter aus, ist es auch. Alle verabschieden sich noch von einander. Wenn man nach einem anstrengenden Wochenende die Heimat wittert muss es halt etwas schneller gehen.

 

Das n├Ąchste gelungene Wochenende ist um, die eine H├Ąlfte der Leute freut sich auf das n├Ąchste Wochenende, die andere H├Ąlfte nicht ganz so - denn da ist ja immer noch die Sache mit den Referaten┬ů

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